DIE IDEE – WISSEN, WOHER ES KOMMT

Wissen Sie, woher die Braugerste stammt, die in Ihrem Bier verarbeitet ist? Nein, oder? Landwirt Moritz Bartmer, der auf seinem Hof unter anderem das Getreide anbaut, das später zu Malz verarbeitet wird, konnte seinen Freunden auch nie sagen, in welcher Biersorte sich sein Produkt befand. Das nervte ihn. Der umtriebige Agrar-Ingenieur fackelte nicht lange – eine Lösung musste her. Also entwickelte er ein innovatives Mälzungsverfahren. Der Vorteil: Damit können auch kleine Mengen Braugerste zu Malz verarbeitet werden. Das ist für Landwirte enorm praktisch. Sie können ihre eigene Ernte direkt auf dem Hof verarbeiten und selbstständig kleine Brauereien beliefern. Dank des Craft-Beer-Hypes und des steigenden Bewusstseins für regionale Qualität gibt es diese inzwischen wieder in ganz Deutschland. Bartmer macht mit seinem neuen Mälzungsverfahren das möglich, was vorher unmöglich war: Die Malzproduktion bleibt auf dem eigenen Hof. Zuvor war dies allein aufgrund der benötigten Mengen undenkbar. Brauereien verarbeiten täglich 300 Tonnen Braugerste – das ist doppelt so viel wie ein Hof durchschnittlich im Jahr überhaupt produziert. Mit Bartmers Idee wird lokal produziert, so dass der Kunde immer genau weiß, woher das Malz im Bier kommt.

MÄLZEN – EIN PROZESS IN DREI AKTEN

WEICHEN

Das Mälzungsgut wird ein bis zwei Tage mit Wasser gereinigt und auf die erforderliche Kornfeuchte eingeweicht. Das Korn wird so zum Keimen angeregt. Mehrere Nass- und Trockenphasen sind nötig.

KEIMEN

In Keimkästen keimt das Mälzungsgut für ca. vier Tage. Dabei wird es intensiv belüftet und durchmischt. Damit es nicht austrocknet, wird das Mälzungsgut nochmals befeuchtet.

DARREN

Abschließend wird das Mälzungsgut in der Darre getrocknet und geröstet. Das Darren besteht aus zwei Schritten: Dem Schwelken und dem eigentlichen Darren. Das Schwelken findet bei niedrigen Temperaturen zwischen 50°Celsius und 65° Grad Celsius statt. Beim eigentlichen Darren wird es heiß: Es herrschen teilweise Temperaturen über 200° Celsius. So wird der Endwassergehalt von ca. vier Prozent erzielt und Farb- und Aromastoffe bilden sich heraus.

MALZPRODUKTION – AM ANFANG WAR DER BETONMISCHER

Einen Betonmischer kennt jeder. Aber wer würde das Gerät schon mit der Malzproduktion in Verbindung bringen? Die Idee kam Moritz Bartmer als er auf der Autobahn im Stau stand: Wieso nicht einen Betonmischer zur Malzproduktion einsetzen? Sein neuartiges Mälzungsverfahren beruht auf dem Prinzip eines kippbaren und drehbaren Horizontalmischers, der sich besonders gut eignet, um kleine Chargen des Getreides zu verarbeiten. Darin werden alle einzelnen Schritte des Mälzens zusammengefasst. Ein echter Effizienzgewinn!

Über die Öffnung des Gerätes wird das Getreide eingefüllt und das Reinigungs- sowie das Weichwasser zu- und wieder abgeführt. Anschließend wird zur Keimung des Getreides kontrolliert Wasser hinzugegeben, während das Ganze gut belüftet wird. Mischwerkzeuge vermengen das Keimgut intensiv. Der Behälter unterstützt den Durchmischungsprozess durch eine Drehbewegung. Zum Trocknen wird abschließend Wärme zugeführt.

Das Verfahren ist in Deutschland und Europa patentiert und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert.

DIE VORTEILE – EIN BEHÄLTER, EIN PROZESS

Den Behälter einfach einmal drehen und das Weichwasser auskippen – es werden keine Pumpen benötigt!

Durch die Trommeldrehung wird die Braugerste gut durchmischt und dabei ganz einfach über die Oberfläche belüftet – so funktioniert alles auch ohne Pumpen.

Platz- und kostensparend – Kosten für Förderanlagen entfallen, da der gesamte Prozess in nur einem Behälter stattfindet.

DER KOPF HINTER DER IDEE: MORITZ BARTMER

„Daniel Düsentrieb“ nannte die Jury des CERES Award den Agrar-Ingenieur aus der Nähe von Hamburg. Ganz so leicht wie im Comic aus Entenhausen kam Moritz Bartmer dann aber doch nicht zu seiner Idee. Für ihn war nur klar, dass er etwas gegen den totalen Identitätsverlust seiner Produkte unternehmen musste. So tüftelte er mit Nachdruck an einer Lösung, die er im Stau auf der Autobahn fand: den Betonmischer, der sein innovatives Mälzungsverfahren vereinfacht abbildet.

Bartmer arbeitete zuvor als Banker bei einem internationalen Geldinstitut, konzentriert sich inzwischen aber seit einigen Jahren nur noch auf die Landwirtschaft. Den Familienbesitz, Gut Immenbeck, bewirtschaftet er in der sechsten Generation. Er mag alles, was regional ist und den Menschen guttut. Auf dem Hof hat er bereits erfolgreich einen Genussmarkt für Direktverbraucher etabliert.

Moritz Bartmer ist unter den drei Finalisten der Kategorie „Geschäftsidee“ des diesjährigen CERES AWARD des „dlz Agrarmagazins“.

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